Titus Heck

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Familienrecht

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Beruflicher Werdegang

Ab 07/2017 freiberuflicher Rechtsanwalt in Oldenburg

09/2014-31.05.2017 Gesellschafter der Hauser Rechtsanwälte PartGmbB  Krefeld

Seit SS 2010 Lehrbeauftragter für Bürgerliches Recht an der Hochschule Rhein-Waal / Kleve

Seit WS 2010 Lehrbeauftragter für Medizinrecht an der Hochschule Rhein-Waal/Kleve

  1. 04. 2010 Erteilung der Fachanwaltsbezeichnung Fachanwalt für Medizinrecht
  2. 10. 2003 Erteilung der Fachanwaltsbezeichnung Fachanwalt für Familienrecht

01/2001-09/2014 Gesellschafter der Sozietät Giesen Bürgers Heeg in Moers

01/1998-12/2000 freier Mitarbeiter der Sozietät Giesen Bürgers Heeg in Moers

07/1998-09/1998 angestellter Rechtsanwalt in der Sozietät Dr. Einbeck und Kollegen in Düsseldorf

1994-1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Trier und Münster, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte Prof. Dr. Schulze

 

sonstige berufsbezogene Tätigkeiten:

ab 2015 Mitglied des Ausschusses Qualitätssicherung der Bundesrechtsanwaltskammer

2015 – 2017: Schriftführer der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf

2014 -2017: Präsidiumsmitglied der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf

2009 – 2017 Mitglied des Vorstandes der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf

 

Studium

27.04.1998 zweite juristische Staatsprüfung in Düsseldorf,  Nordrhein-Westfalen

1996-1998 Referendariat bei dem OLG Düsseldorf

26.01.1994 erste juristische Staatsprüfung in Trier  Rheinland-Pfalz

WS 1987 – SS 1994 Studium an den Universitäten Trier, Nancy (Frankreich) und Ferrara (Italien)

Schule:

1987 Abitur am Stiftsgymnasium Xanten

Medizinrecht:

Medizinrecht ist kein einheitliches Rechtsgebiet. So gibt es für medizinrechtliche Fragestellungen auch keine gesonderte Gerichtsbarkeit, wie beispielsweise im Sozialrecht, Verwaltungsrecht, Arbeitsrecht oder Familienrecht.

Vielmehr handelt es sich beim Medizinrecht um eine Zusammenstellung von Rechtsgebieten und rechtlichen Fallgestaltungen, die allesamt in erheblichem Maße mit der Beantwortung medizinischer Sachverhalte zu tun haben.

Hierzu einige Beispiele:

Arzthaftungsrecht und Behandlungsfehler

Als erstes fällt einem vielleicht das Arzthaftungsrecht ein, welches letztlich ein Teilbereich des Zivilrechts ist, der sich mit der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen befasst. Diese Schadensersatzansprüche gründen sich auf einen sogenannten Behandlungsfehler. Ob und in welchem Umfang ein Behandlungsfehler vorliegt, ist daran zu messen, ob in einem Behandlungsverlauf stets der Facharzt Standard eingehalten wurde oder ob sich aus der Nichteinhaltung des Facharztstandards für den Patienten ein Schaden ergibt. Es liegt auf der Hand, dass hierzu medizinische Vorfragen in hohem Umfang häufig zu beantworten sind.

 Arzneimittelrecht

Ein ganz anderer Bereich des Haftungsrechts betrifft die Fragestellungen aus dem Arzneimittelrecht und dem Medizinprodukterecht, beides Felder in denen es um die Klärung von Ursächlichkeit der Verwendung von Arzneimitteln oder Medizinprodukten für eine Schadensverursachung geht.

Medizinprodukterecht

Von erheblicher Bedeutung, gerade in jüngster Vergangenheit, ist aber auch im Hinblick auf die Verwendung von Implantaten in den unterschiedlichsten chirurgischen Bereichen, die Prüfung einer hinreichenden Erfüllung der Pflichten des Zertifizierung das bei Medizinprodukten. Hier sei an die laufenden Verfahren im Bereich der Brustimplantate beispielhaft erinnert.

Sozialrecht

Im Sozialrecht stellen sich auch häufig medizinische Fragen, die dann dem Medizinrecht zugerechnet werden. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn es um die Beantwortung der Frage geht, inwieweit eine Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen in ihrer Lebensführung eingeschränkt ist. Dies ist die medizinische Vorfrage, die für die Zubilligung von Merkzeichen in einem Schwerbehindertenausweis beantwortet werden müssen.

Aber auch im Recht der Erwerbsunfähigkeit, sind medizinische Fragestellungen von entscheidungserheblicher Bedeutung.

Krankenversicherungsrecht

Im Krankenversicherungsrecht, sei es im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung oder auch im Bereich der privaten Krankenversicherung stellen sich medizinische Fragen, wenn es darum geht, inwieweit ein Leistungsanspruch gegen die jeweilige Versicherung tatsächlich besteht und ob diese Leistungen vom Leistungskatalog der Versicherung umfasst sind. Als Beispiel sei herausgegriffen die Frage nach der medizinischen Notwendigkeit einer Heilbehandlung. Die Beantwortung dieser Frage setzt voraus, dass man sich intensiv mit der Krankheit und den dazu bestehenden therapeutischen Möglichkeiten auseinandersetzt.

Personenversicherungen

Im Versicherungsrecht sind es häufig Fragestellungen aus dem Bereich des Personenversicherungen, die in den Zusammenhang mit dem Medizinrecht gestellt werden. Die Frage beispielsweise wie schwerwiegend Verletzungsfolgen aus einem Unfallereignis sind und welche Leistungsansprüche sich insoweit für den Versicherten oder die Versicherte aus der privaten Unfall-/Invaliditätsversicherung ergeben. Häufig hängt es vom Schweregrad der Verletzungsfolgen an, ob beispielsweise Rentenleistungen neben Einmalzahlungen geleistet werden müssen, oder es ist zwischen Versicherungsnehmer und Versicherung streitig, wie nach der Gliedertaxe der Schaden zu berechnen ist. Hierzu ist regelmäßig die medizinische Vorfrage zu klären, auf welcher körperlichen Schädigungen basierend überhaupt die Gliedertaxe anzuwenden ist..

Medizinrecht und Strafrecht

Im Bereich der Strafverteidigung trifft man auf medizinrechtliche Fragestellungen, wenn es darum geht, die Behandlung eines Arztes zu beurteilen und daraufhin zu prüfen, inwieweit beispielsweise Körperverletzungsdelikte oder Tötungsdelikte verwirklicht worden sind. Hier ist der Anwalt in der Regel als Verteidiger des Arztes gefragt.

Arztrecht

Ein wichtiger Bereich des Medizinrechts ist auch die Beratung von Ärzten, soweit es um Fragen des beruflichen Zusammenwirkens mit anderen Ärzten geht, aber auch wenn es um den Erwerb oder die Weitergabe einer Arztpraxis geht.

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